Der Brief

 

Lange nichts von dir gehört.

nun halt ich den Brief in der Hand.

Frag mich: „Warum schreibst du mir

nach all der langen Zeit?“

 

Das letzte Mal beim Spazieren im Park,

sagtest du noch, dass du mich magst,

dass wir beide zusammen gehören

und wir uns die Treue schwören.

 

Lieben und träumen, das war unsere Zeit;

lachen und weinen, für manches nicht bereit.

Lieben und träumen, aus dem Alltag fliehen,

das war unsre Zeit, das waren die Momente,

für uns war das Leben so wunderschön.

 

Dann, du hältst meine Hand, sagst:

„Die Zeit trieb uns davon,

dorthin, wo kein Land mehr ist,

dahin, wo der Sturm beginnt.“

 

Du hieltst meine Hand, konnte es nicht sehen;

hieltst meine Hand, zu jung es zu verstehen.

Warum sagst du das und musst weiterziehen?

Warum musst du weg und immer entfliehen?

 

Lieben und träumen, das war unsere Zeit;

lachen und weinen, für manches nicht bereit.

Lieben und träumen, aus dem Alltag fliehen,

das war unsre Zeit, das waren die Momente,

für uns war das Leben so wunderschön.

 

Unsre Zeit, sie blieb nicht stehen.

Von deinem Kind wusstest du nichts.

Deine Tochter, sie schrieb dir nen  Brief.

Nun deine  Antwort in meiner Hand.

 

...lange nichts von dir gehört,

halt‘ den Brief in meiner Hand....

 

... nach all der langen Zeit.