...und am Ufer

 

Sie:      „...und am Ufer schau ich wartend den Wellen hinterher.

            Die Zeit vergeht zu langsam, ohne dich fällt‘s schwer.

            Weit hinten ist ein Segel, am Horizont ganz klein,

            es kommt da aus der Ferne, es könnte deines sein.“

 

Er:       „...und am Ufer glaub ich stehst du und wartest sicherlich.

            Am Horizont kein Leuchtturm, es ist kein Land in Sicht.

            An der Railing steh ich, schau auf das weite Meer,

            die Wellen tanzen auf und ab, du fehlst mir so sehr.“

 

Die Erde sie dreht sich, der Mond er bewegt sich,

die Sterne sie funkeln dahin, ohne dich - ohne Sinn.

Ein weiterer Tag und noch eine Nacht, ich bin ganz allein.

Wann kommt das Schiff, wann kommt das Schiff

wann kommst du wieder heim?

 

Beide: „... und der Wind, der wird nun stärker, ein Sturmwind zieht herauf,

            die See ist rau und hart, doch sie hält das Schiff nicht auf.

            Es fährt nun volle Fahrt durch jeden Wellenkamm,

            gefährlich nah die Klippen  - kommt das Schiff an Land?

 

Sie:      „...und am Ufer sitz ich wartend, das Schiff ist nicht zu sehen.

            Kommt es nicht nach Hause, lässt es mich hier stehen?“

Er:       „... am Ufer sitzt du wartend, jetzt seh ich es ganz klar,

            das Licht in deinem Herzen - ich bin schon ganz nah.

 

Die Erde sie dreht sich, der Mond er bewegt sich,

die Sterne sie funkeln dahin, ohne dich - ohne Sinn.

Ein weiterer Tag und noch eine Nacht, ich bin ganz allein.

Wann kommt das Schiff, wann kommt das Schiff

wann kommst du wieder heim?